Schiene im Gaumen statt Maske im Gesicht
Orale Schnarchtherapie bietet neue, komfortablere Möglichkeiten zur Behandlung eines Volksleidens / Netzwerk aus Medizinern, Zahnmedizinern und Dentallabors in der Metropolregion Rhein-Neckar nimmt sich des Problems Schnarchen an
Heidelberg - Das Schnarchen hat sich längst zur Volkskrankheit entwickelt, über die man in der Öffentlichkeit nur ungern spricht. Und doch ist mindestens jeder Vierte davon betroffen - wenn nicht mehr. Nicht selten leidet der Ehefrieden, und manchmal resultieren aus dem intensiven Schnarchen eine schwerwiegende Sauerstoff-Unterversorgung, die zu zahlreichen organischen Problemen bis hin zum Herzstillstand führen kann. Ein Netzwerk "Schnarchen ernst nehmen" möchte sich in der Metropolregion Rhein-Neckar mit Zentrum Heidelberg des Problems annehmen und vor allem für Aufklärung sorgen, denn es gibt Abhilfe, die weit komfortabler ist als eine Sauerstoffmaske, die nachts zu tragen ist.
Schnarchen ist nicht gleich Schnarchen. Während so genannte primäre Schnarcher lediglich als Krachmacher den Ehefrieden gefährden, leiden eine Million Menschen in Deutschland unter einer gesundheitsschädlichen Schlafapnoe. Darunter versteht man den vorübergehenden Verschluss der Atemwege, bedingt durch ein Erschlaffen der Rachenmuskulatur und ein Nach-Hinten-Fallen der Zunge mit einer zeitweiligen Blockade des Atemdurchgangs. Der Schnarcher ringt im Schlaf nach Luft, und der Atem stockt bis zu drei Minuten. Die Folge: Der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt. Der Körper reagiert darauf mit Tagesmüdigkeit, Kopfschmerzen, Bluthochdruck und Stoffwechselstörungen bis hin zu Herz-Kreislauf-Beschwerden und Herzinfarkt. Die Behandlung der Wahl war bislang eine Operation oder das Tragen einer Überdruckmaske - beides wenig komfortabel.
Das Marburger Dentallabor Heinzer GmbH entwickelte nun in Kooperation mit HNO-Ärzten eine spezielle prothesenartige Schiene, die nachts getragen und mit den Zähnen verbunden wird. Der "Somnator" ist für die Mehrzahl der Schnarcher gedacht, die nicht an der gefährlichen Schlafapnoe leiden. Er verlagert während des Schlafens den Unterkiefer etwas, erzeugt an der Zunge einen kleinen Unterdruck, der sie im vorderen Bereich der Mundhöhle fest hält. Der Rachen wird leicht geöffnet und die Schnarchgeräusche unterbleiben.
Für das krankhafte Schnarchen wurde die so genannte Heinzer-Schiene entwickelt. Sie funktioniert ähnlich wie der "Somnator", doch wird hier neben der Vorverlagerung des Unterkiefers die Zunge durch eine kleine Platte ("Pelotte") nach unten gedrückt. Somnator und Heinzer-Schiene werden vom Dentallabor individuell angefertigt und vom Patienten nachts wie eine kleine Prothese im Gebiss verankert. Voraussetzung für die Fixierung der Schiene sind feste Zähne oder ein stabil verankerter Zahnersatz im Unterkiefer. Um diese innovative Therapieform einem möglichst breiten Patientenkreis in der Metropolregion Rhein-Neckar zugänglich zu machen, wurde auf Initiative des Dentallabors Wolfgang Bollack aus Gaiberg bei Heidelberg ein ärztlicher Qualitätszirkel ins Leben gerufen, der ein Netzwerk bildet, das Ärzte aller Fachrichtung, vorwiegend jedoch Zahnärzte, Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, aber auch Lungenfach- und Kinderärzte und natürlich Patienten informieren möchte. "Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenig die modernen Errungenschaften der Medizin im Bereich des Schnarchens verbreitet sind", meint ZTM Wolfgang Bollack, der in Gaiberg ein hochmodernes Dentallabor leitet und sich als Initiator der oralen Schnarchtherapie in der Region sieht. In anderen Regionen Deutschlands sei man wesentlich weiter und könne bereits auf jahrelange Erfolge der inzwischen prämierten Methode verweisen.
Autor: Martin Boeckh
Nachdruck honorarfrei gegen Belegversand gestattet. Pressefotos in druckfähiger Qualität (300dpi) erhalten Sie unter: http://www.bollack-dental.de/presse/pressebilder/
Pressemeldung im PDF-Format: Download
Heidelberg - Das Schnarchen hat sich längst zur Volkskrankheit entwickelt, über die man in der Öffentlichkeit nur ungern spricht. Und doch ist mindestens jeder Vierte davon betroffen - wenn nicht mehr. Nicht selten leidet der Ehefrieden, und manchmal resultieren aus dem intensiven Schnarchen eine schwerwiegende Sauerstoff-Unterversorgung, die zu zahlreichen organischen Problemen bis hin zum Herzstillstand führen kann. Ein Netzwerk "Schnarchen ernst nehmen" möchte sich in der Metropolregion Rhein-Neckar mit Zentrum Heidelberg des Problems annehmen und vor allem für Aufklärung sorgen, denn es gibt Abhilfe, die weit komfortabler ist als eine Sauerstoffmaske, die nachts zu tragen ist.
Schnarchen ist nicht gleich Schnarchen. Während so genannte primäre Schnarcher lediglich als Krachmacher den Ehefrieden gefährden, leiden eine Million Menschen in Deutschland unter einer gesundheitsschädlichen Schlafapnoe. Darunter versteht man den vorübergehenden Verschluss der Atemwege, bedingt durch ein Erschlaffen der Rachenmuskulatur und ein Nach-Hinten-Fallen der Zunge mit einer zeitweiligen Blockade des Atemdurchgangs. Der Schnarcher ringt im Schlaf nach Luft, und der Atem stockt bis zu drei Minuten. Die Folge: Der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt. Der Körper reagiert darauf mit Tagesmüdigkeit, Kopfschmerzen, Bluthochdruck und Stoffwechselstörungen bis hin zu Herz-Kreislauf-Beschwerden und Herzinfarkt. Die Behandlung der Wahl war bislang eine Operation oder das Tragen einer Überdruckmaske - beides wenig komfortabel.
Das Marburger Dentallabor Heinzer GmbH entwickelte nun in Kooperation mit HNO-Ärzten eine spezielle prothesenartige Schiene, die nachts getragen und mit den Zähnen verbunden wird. Der "Somnator" ist für die Mehrzahl der Schnarcher gedacht, die nicht an der gefährlichen Schlafapnoe leiden. Er verlagert während des Schlafens den Unterkiefer etwas, erzeugt an der Zunge einen kleinen Unterdruck, der sie im vorderen Bereich der Mundhöhle fest hält. Der Rachen wird leicht geöffnet und die Schnarchgeräusche unterbleiben.
Für das krankhafte Schnarchen wurde die so genannte Heinzer-Schiene entwickelt. Sie funktioniert ähnlich wie der "Somnator", doch wird hier neben der Vorverlagerung des Unterkiefers die Zunge durch eine kleine Platte ("Pelotte") nach unten gedrückt. Somnator und Heinzer-Schiene werden vom Dentallabor individuell angefertigt und vom Patienten nachts wie eine kleine Prothese im Gebiss verankert. Voraussetzung für die Fixierung der Schiene sind feste Zähne oder ein stabil verankerter Zahnersatz im Unterkiefer. Um diese innovative Therapieform einem möglichst breiten Patientenkreis in der Metropolregion Rhein-Neckar zugänglich zu machen, wurde auf Initiative des Dentallabors Wolfgang Bollack aus Gaiberg bei Heidelberg ein ärztlicher Qualitätszirkel ins Leben gerufen, der ein Netzwerk bildet, das Ärzte aller Fachrichtung, vorwiegend jedoch Zahnärzte, Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, aber auch Lungenfach- und Kinderärzte und natürlich Patienten informieren möchte. "Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenig die modernen Errungenschaften der Medizin im Bereich des Schnarchens verbreitet sind", meint ZTM Wolfgang Bollack, der in Gaiberg ein hochmodernes Dentallabor leitet und sich als Initiator der oralen Schnarchtherapie in der Region sieht. In anderen Regionen Deutschlands sei man wesentlich weiter und könne bereits auf jahrelange Erfolge der inzwischen prämierten Methode verweisen.
Autor: Martin Boeckh
Nachdruck honorarfrei gegen Belegversand gestattet. Pressefotos in druckfähiger Qualität (300dpi) erhalten Sie unter: http://www.bollack-dental.de/presse/pressebilder/
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